BHKW-Preise – Wie setzen sie sich zusammen?

Mehrere Faktoren haben einen entscheidenden Einfluss auf den tatsächlichen BHKW-Preis. Investition und Wirtschaftlichkeit müssen aufeinander abgestimmt sein.

BHKW-Preise und Wirtschaftlichkeit

Existiert eine allgemeine Faustregel zur Berechnung des BHKW Preises? Nein. Grundsätzlich kann aber gesagt werden, dass sich bei einem passenden Wärme- und Stromverbrauch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) immer rentiert. Mit zunehmender Leistung sinkt der BHKW-Preis je gekaufter Kilowatt an Leistung spürbar.
Wichtig zu wissen ist auch, dass je höher die elektrische Leistung des BHKW ist, umso schneller lohnt es sich. Die zunächst höheren Anschaffungskosten werden mit jeder produzierten, geförderten und selbst genutzten Kilowattstunde wieder amortisiert (eingefahren). Deshalb ist ein größeres BHKW zwar zunächst eine Investition, macht sich langfristig aber durch eine große Leistung bezahlt und ist dann sehr vorteilhaft.

BHKW-Preise: Je größer die Anlage desto besser?

Bei der Berechnung der passenden Größe für Ihr Kraftwerk muss auch die Wirtschaftlichkeit und die Amortisationszeit beachtet werden. Damit es hocheffizient eingesetzt werden kann, sollte es mindestens zwei Drittel des Jahres in Betrieb sein. Bei der Berechnung des tatsächlichen Preises für das Blockheizkraftwerk müssen Sie neben den einmaligen Anschaffungskosten für das BHKW-Modul auch die laufenden Kraft-Wärme-Kopplungs-Kosten (KWK-Kosten) mitrechnen. Diese Faktoren haben, genauso wie die erzeugte elektrische Leistung, einen entscheidenden Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit.

Ermittlung des BHKW-Preises

Um den Preis für Ihr BHKW zu errechnen, muss die Anschaffungssumme mit den laufenden Kosten zusammengezählt werden. Wenn Sie eine BHKW-Förderung in Anspruch genommen haben, muss diese, genau wie die Einsparung durch Ihre selbst erzeugte Wärme und Strom, mit einberechnet werden

Einmalige Kosten

  • Listenpreis des BHKW
  • ggf. Umbauarbeiten, um das BHKW implementieren zu können
  • fachgerechter Einbau
  • Inbetriebnahme (Anmeldung, Genehmigung etc.)
  • eventuell ein Spitzenlastkessel/Pufferspeicher

Laufende Kosten

  • Brennstoffbezug und ggf. Lagerung des Brennstoffes
  • Wartung & Generalüberholung
  • Reparaturen & Ersatzteile
  • Bedienung der Anlage
  • Versicherungen
  • ggf. Zinsen für die Finanzierung, wenn für die Investition ein Darlehen aufgenommen wurde
  • mögliche Personalkosten

Was muss zu den Beschaffungskosten gesagt werden?

Die einmaligen Kosten für die Anschaffung sind der größte Kostenfaktor beim Erwerb eines BHKW. Diese sind abhängig von der ausgewählten Technologie der Kraft-Wärme-Kopplung. Auch die örtlichen und baulichen Gegebenheiten und das Gebäude selbst beeinflussen die Anschaffungskosten: Etwa wenn bauliche Veränderungen vorgenommen werden müssen, z. B. durch das Verlegen einer Gasleitung.

Glühbirne, Münzstapel und eine Pflanze auf Erde

Wie sich Anschaffungskosten zusammensetzen

Der Preis Ihres BHKW-Moduls ist abhängig von bestimmten Faktoren:

  • Welche Technik wird verwendet?
  • Wie hoch ist die elektrische Leistung?
  • Welcher Motor wird genutzt?

Außerdem entstehen folgende Kosten:

  • Integration der Anlage in das hydraulische Heizungssystem und in die Stromversorgung des Hauses
  • und des Preises für

  • die Schmierölversorgung
  • des Schaltschranks
  • der Be- und Entlüftung
  • den Katalysator, um die Abgasgrenzwerte einzuhalten
  • die zusätzliche Schalldämmung
  • die Abgasleitung im Haus
  • die Anbindung ans Versorgungsnetz
  • den Transport und die Montage
  • die Inbetriebnahme

Auch andere Nebenkosten können entstehen:

  • Umbauarbeiten im Keller z. B. für das Fundament

Berechnung des Anschaffungspreises

Um die exakte Summe für Ihre KWK-Anlage zu ermitteln, muss Ihre individuelle Situation betrachtet werden.

Allgemein kann gesagt werden, dass der Hauptkostenfaktor für die Anschaffungskosten auf das BHKW-Modul mit Generator und Motor fallen. Kosten für Schalldämmung, Katalysator und Steuerungstechnik kommen dazu. Montage und Inbetriebnahme werden ebenfalls von den Anlagenbauer berechnet.

Bei einem BHKW-Modul für 20.000 bis 30.000 Euro sollte von zusätzlichen Investitionskosten ausgegangen werden, wenn keine reine Erweiterung eines vorhandenen Heizungssystems vorliegt. Diese zusätzlichen Investitionskosten richten sich nach dem Umfang von Umbauten oder nach zusätzlichen Komponenten, wie z. B. dem Pufferspeicher, der sich schnell amortisiert. Je nach Gegebenheit und Objekt können diese im Regelfall zwischen 10.000 bis max. 30.000 Euro liegen.

Wie hoch die Anschaffungskosten für Ihr BHKW-Modul sind, ist abhängig von der elektrischen Leistung. Je größer die elektrische Leistung ist, umso höher sind die Anschaffungskosten. Der Preis je KW-Leistung variiert nach Hersteller und verwendetem Antrieb. Ein unabhängiges Vergleichen der Hersteller nach Kosten und benötigter Technik lohnt sich fast immer für Ihr individuelles Projekt.

Dies bedeutet, dass der BHKW-Anschaffungspreis zwar durch die größere elektrischer Leistung steigt, aber die Investitionssumme je gekaufter Kilowattleistung gleichzeitig günstiger wird. Bei einem Mini-BHKW kann die Investitionssumme pro Kilowattleistung bei 1.700 - 2.000 Euro liegen. Bei einem BHKW mit einer Leistung von 500 Kilowatt elektrisch, kann der Preis pro Kilowatt Leistung 500 betragen.

 


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BHKW-Preise - Die Betriebskosten

Um den Preis für Ihr BHKW herauszufinden, müssen neben den Anschaffungs- auch die Betriebskosten mit einbezogen werden. Erst dann lässt sich die Wirtschaftlichkeit feststellen. Auch die Brennstoffkosten sind entscheidend: Je niedriger sie sind, umso geringer ist der Produktionspreis von Wärme und Strom. Wenn Sie Ihr modernes BHKW mit Ihrer vorhandenen Heizung kombinieren, können Sie Ihre Betriebskosten senken. Dies wird möglich, weil die große Wirkung des Blockheizkraftwerks sich positiv auf Ihr Heizungssystem auswirkt. Die Wärme, welche bei der Stromproduktion entsteht, ist für Sie gratis und entlastet Ihre Heizung. Auch die regelmäßige Wartung ist bei den Betriebskosten ein Kostenfaktor, aber gleichzeitig auch die Grundlage Ihres Investitionsschutzes.

Kostenberechnung mit einem Taschenrechner und Laptop

Bezug und Lagerung des Brennstoffs

Regelmäßige Betriebskosten fallen vor allem durch Brennstoffkosten an. Diese stellen auch gleichzeitig den größten Kostenfaktor dar.
Wie hoch diese ausfallen, ist abhängig von Ihrer Brennstoffart und BHKW-Leistung, Ihrem Motor und dem energetischen Zustand Ihres Gebäudes.

Die wichtigsten Brennstoffe im Überblick:

Erdgas

Erdgas als Brennstoff hat den Vorteil, dass es günstig bezogen werden kann. Zusätzlich lässt sich der Erdgaslieferant leicht wechseln. Erdgas-BHKW brauchen nur wenig Wartung und haben eine lange Lebenserwartung. Als Betreiber einer solchen Anlage erhalten Sie eine Einspeisevergütung für Ihren erzeugten und dann ins Stromnetz eingespeisten Strom. Die Nutzung von Erdgas setzt einen Gasanschluss voraus.

Flüssiggas

Wenn eine Gasversorgung nicht möglich ist, kann Flüssiggas als Brennstoffalternative dienen. Es sollte aber beachtet werden, dass fossiles Flüssiggas keine weitere Förderung nach dem EEG vorsieht. Falls doch eine gewünscht ist, ist es möglich, Bio-Flüssiggas zu verwenden. Zur Lagerung dieses Brennstoffs ist nur ein Tank erforderlich. Deshalb entstehen zusätzliche Betriebskosten, weil er entweder gekauft oder gemietet werden muss.

Heizöl

Heizöl als Energieträger hat in Energiewendezeiten ausgedient. Heizkessel mit flüssigem Brennstoff müssen nach dem GEG 2020 (Gebäudeenergiegesetz) spätestens nach 30 Jahren ausgetauscht werden. Ausgenommen sind u. a. Niedertemperatur-Heizkessel und Brennwertthermen. Neue Ölheizungen dürfen ab 2026 nur noch bei wenigen Ausnahmen betrieben werden. Zudem steigt die CO2-Steuer auf Heizöl jährlich stetig. Deshalb erhöht sich der Ölpreis auch regelmäßig. Diese Regelung von 2020 ist auch für die Nutzung von Heizöl für Blockheizkraftwerke relevant. Ein Öl-BHKW, falls noch vorhanden, wird nicht mehr gefördert und gilt im besten Fall nur noch als Generator mit zufälliger Abwärmenutzung.

Holzpellets

Um auf diese Art Ihr BHKW zu nutzen, ist eine aufwendige Fördertechnik erforderlich, damit die Pellets zur Heizung transportiert werden können. Mit Holzpellets betriebene Blockheizkraftwerke erhalten eine Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dieser Energielieferant gehört zu den Nachwachsenden Rohstoffen und wird staatlich gefördert. Pellets brauchen, genau wie Flüssiggas, ausreichend große Lagermöglichkeiten. Auch ein Holzvergaser und andere Komponenten sind erforderlich. Durch die benötigte Masse ist ihre Verwendung eingeschränkt. Anders als bei Gas oder Öl, sollte hier besonders auf schwankende Rohstoffpreise geachtet werden. Eine seltene, direkte Verbrennung ist ebenfalls möglich: bei BHKW-Anlagen mit Stirling- oder Dampfmotor.

Wartung und Bedienung

Einmal installiert, kann ein BHKW lange und effizient Wärme und Strom produzieren, vorausgesetzt es wird regelmäßig und sorgfältig gewartet.

Wer darf eine Wartung ausüben?

Blockheizkraftwerke werden von Fachbetrieben jeweils Modell- und Herstellerabhängig gewartet. Nur so kann ein reibungsloser und optimaler Betrieb gewährleistet werden. Die jeweilige Betriebsstundenzahl ist vom Antrieb Ihres BHKW, der Betriebsart und der Taktung (An- und Abschaltung) abhängig.

Welche Wartungskosten sind zu erwarten?

Die Kosten je kWh variieren nach Leistung und Betriebsstunde eines BHKW. Bei kleineren Leistungsklassen sind sie höher, weil die zyklisch auftretenden Festkosten mit weniger Kilowattstunden je Betriebsstunde aufgefangen werden. Allgemein ist zu sagen: je größer eine Anlage ist, umso teurer wird der Serviceeinsatz. Dieser wird in der Regel durch die deutlich höhere Leistung leicht ausgeglichen.

Schließen Sie einen Vollwartungsvertrag ab zu festen Kosten je Kilowattstunde, damit Ihr BHKW optimal und störungsfrei laufen kann.

Weitere BHKW-Kosten

  • Personalkosten
    Bei größeren Anlagen sollten Sie für die Bedienung entsprechende Personalkosten einplanen.
  • Reparaturen & Ersatzteile
    Obwohl eine regelmäßige Wartung verpflichtend ist, können Teile Ihrer Anlage defekt sein oder müssen wegen Verschleiß ausgetauscht werden. Die Kosten für Reparaturen und Ersatzteile steigen mit zunehmender Einsatzdauer. Deshalb sollten sie zu den Kraft-Wärme-Kopplungs-Kosten hinzugerechnet werden.
  • Service und Wartung
    Abhängig von Hersteller, Modell und Baujahr fallen diverse Servicemaßnahmen in bestimmten Abständen an. Dazu gehören regelmäßige Öl- und Zündkerzenwechsel, aber auch eine große Wartung nach modelleigenen Wartungszyklen.

Bleibt als Fazit

Die Gesamtkosten eines Blockheizkraftwerks setzen sich aus Anschaffungs-, Brennstoff-, Wartungs- und Betriebskosten zusammen. Die Anschaffungskosten stellen dabei den größten Kostenfaktor bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit dar.
Wie hoch Ihre Anschaffungskosten sind, hängt vor allem von der elektrischen Leistung und der Größe Ihres BHKW ab. Durch den Betrieb Ihrer Anlage können Heiz- und Stromkosten gespart werden. Diese Einsparungen refinanzieren Ihre Anlage. Gegenüber Brennwertheizungen oder Wärmepumpen ist das ein großer Vorteil. Gerade jetzt, bei hohen Strompreisen. Wie die beiden Letztgenannten, werden Blockheizkraftwerke vom Staat gefördert und sollten ihren Teil am dezentralen Stromnetz beitragen.

Der BHKW-Preis ist immer individuell

Eine genaue Aussage, was Ihr BHKW kostet wird, ist nur durch eine zuvor erstellte Analyse möglich. Dabei werden die bisherigen und erwarteten Verbrauchswerte berücksichtigt. Auch zahlreiche andere Faktoren beeinflussen die Preisermittlung. Nicht immer ist es rentabel, ein Blockheizkraftwerk zu nutzen. Um eine seriöse Aussage zu treffen, ist die Erstellung einer Wirtschaftlichkeitsberechnung durch einen erfahrenen Experten unverzichtbar.

Wir erstellen Ihnen gerne ein Angebot, mit einer unverbindlichen Wirtschaftlichkeitsberechnung für Ihr Blockheizkraftwerk in Ihrem Unternehmen.

Auch ohne hohe Investitionskosten ist es für Unternehmen möglich, von den Vorteilen eines Blockheizkraftwerks zu profitieren: Mit dem Contracting wird der Aufbau und Betrieb der Anlage übernommen. Unser BHKW-Contracting ist einfach und bequem. Sie brauchen sich um nichts mehr zu kümmern.




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